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Neue Katze: Wohnung vorbereiten

Sie haben sich also dazu entschieden eine neue Katze in Ihrem Leben begrüßen zu wollen. Spätestens nachdem feststeht, das Sie einen neuen Mitbewohner bekommen, sollten Sie sich daran machen und den Wohnraum für eine Katze vorbereiten. Diese Vorbereitungen sind essentiell, denn eine gute Vorbereitung an dieser Stelle kann viele Probleme (wie zum Beispiel Tapeten kratzen, Mübel kratzen etc.) ersparen. Folgende Dinge sind hier wichtig:

- Schlafplätze anbieten
- Essensplätze anbieten
- Trinkplätze anbieten
- Spielzonen einrichten
- Platz für die Toilette aussuchen (sofern es eine in den Wohnräumen geben soll – was wohl die Regel ist)
- Tabuzonen definieren, wo die Katze in keinem Fall hin darf
- Bereiche bestimmen, die speziell gesichert werden sollen

Unserer Erfahrung nach ist es wichtig, das alle menschlichen Bewohner sich zu den Punkten einig sind, damit es wenn die Katze da ist, keine Diskussionen dazu geben brauch. So werden unklare Signale gegenüber der Katze vermieden. Außerdem lassen sich Fragestellungen meist besser besprechen, wenn das Thema nicht akut ist und in Ruhe besprochen werden kann. Zu den Themen im Einzelnen:

- Schlafplatz: Meistens suchen sich Katzen ihren Schlafplatz selber. Dennoch ist es sicherlich nicht verkehrt zu überlegen, ob die Katze generell im gleichen Zimmer wie Menschen schlafen können soll oder ob Sie hier eine Trennung bevorzugen. Richten Sie dann entsprechend an ein bis zwei Stellen Schlafzonen ein. Diese kennzeichnen sich dadurch, das sie warm, trocken und gerne erhöht sein sollten. Optimal sind scheinbar Fensterbänke. Eigentlich reicht es dann ein Deckchen hinzulegen – komfortabler sind Katzenbettechen, die dort angebracht werden können.

- Essensplätze anbieten: Je nach Futterart kann Katzenfutter eine Geruchsentwicklung mit sich bringen. Von daher bietet es sich unserer Erfahrung nach an das Futter nicht in die Küche zu stellen. Ferner essen zumindest manche Katzen lieber unbeobachtet. Wir empfehlen deshalb Futterplätze die sich in Bereichen befinden, die nicht konstant frequentiert sind und wo die Katze Ruhe beim essen hat. Wenn möglich richten Sie 2 – 3 Essbereiche ein. Wichtig ist allerdings auch alle Näpfe regelmäßig (täglich?) zu reinigen.

- Trinkplätze: Sollten räumlich mindestens 1 Meter von Essensplätzen getrennt sein. Mehr ist besser. Katzen bevorzugen es, beides getrennt voneinander zu tun.

- Spielzonen: Sind insbesondere für Wohnungskatzen (Drinnen-Katzen) wichtig, damit ausreichend Ausgleich vorhanden ist. Das Minimum sollte ein hochwertiger Kratzbaum sein. Dieser ermöglicht es der Katze ihre Krallen zu pflegen und stellt eine gute Klettermöglichkeit dar. In der Regel bieten sich dort dann auch Schlafmöglichkeiten an. Besser ist es natürlich, wenn die Katze auch noch in anderen Bereichen der Wohnumgebung Spielzonen vorfindet. So beugen Sie auch besten dem Problem vor, das die Katze Dinge beschädigt. Wir haben damit zum Beispiel noch nie Probleme gehabt.

- Platz für Toilette: Auch die Toilette kann riechen – wobei gutes Streu dieses Problem fast komplett unterbindet. Dennoch macht es Sinn, die Katzentoilette nicht in der Küche oder beim Esstisch stehen zu haben. Gleichzeitig sollte die Toilette den Katzen Ruhe bieten können und der Aufstellort sollte nicht unnötig gewechselt werden, da die Katze sich auch erst mal “heimisch” fühlen muss. Suchen Sie den passenden Platz also vorher mit Bedacht aus.

- Tabuzonen definieren: Sicherlich wird es Bereiche geben, wo Sie Ihre Katze nicht haben wollen. Definieren Sie diese Zonen im Vorfeld für sich und so, daß alle Familienmitglieder sich einig sind. Es ist wichtig, der Katze einheitlich eine Grenze aufzuzeigen, damit Tabuzonen akzeptiert werden. Wenn möglich, sichern Sie diese Tabuzonen ab. Dazu eignen sich “Abwehrsprays”, mit denen zum Beispiel Möbel besprüht werden können. Alternativ können Sie auch Kinderschutztüren als Sperre einsetzen oder eine Art “Graben” mit Alufolie einrichten. Diese Sperren merkt sich die Katze und nach einigen Tagen können Sie die Sperren testhalber entfernen. Die meisten Katzen werden sich dennoch an die Begrenzung weiterhin halten.

- Speziell gesicherte Bereiche: Dazu gehören meistens Balkon, Dach/Terasse, Fenster etc. Es ist wichtig diese Zonen zu sichern – wobei der Grad der Sicherung davon abhängig ist ob ihre Katze eine Hauskatze oder ein Freiläufer ist. Da dieses Kapitel komplexer ist, werden wir hierzu in einem Extrabericht etwas schreiben.

Haben Sie Fragen zu einer konkreten Wohnungssituation? Wir freuen uns auf Ihre Fragen….